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Der angebliche »Waldbrand-Jihad« der El Kaida


Der deutsche Journalist, Publizist Udo Ulfkotte ist Mitbegründer des islamkritischen Vereins Pax Europa. Für den 11. September 2007 plante der Verein eine europaweite Demonstration gegen die „Islamisierung Europas“ in Brüssel, die allerdings vom dortigen Bürgermeister verboten wurde. Ulfkotte publiziert seine Bücher im Kopp Verlag.

Auf der Onlineplattform des Kopp-Verlags veröffentlichteUlfkotter kürzlich einen Artikel zu den verheerenden Waldbränden in Australien. In diesem Beitrag legt Ulfkotte die Vermutung nahe, die Brände, denen knapp 200 Menschen zum Opfer fielen, seien Teil eines neuen heraufziehenden muslimischen Jihads.
Ulfkotte schreibt, dass das muslimische Netzwerk Al-Ikhlas und der muslimische Führer Abu Musab al-Suri für den Sommer 2009 dazu aufgerufen haben, den islamischen »Waldbrand-Dschihad« auch nach Europa zu tragen.Dies wird behauptet ohne konkrete Nachweise für seine Mutmaßungen anzuführen
Deutsche Journalisten berichteten Ulkottes Meinung nach, aus Gründen der politischen Korrektheit darüber bislang lieber nicht.

Seit dem 11. September werden Muslime gern unter Generalverdacht gestellt oder am besten gleich mit El Kaida verwechselt, El Kaida Zellen haben 9/11 organisiert, dabei die US-Flugüberwachung ausgeschaltet und kurz darauf Anthraxbriefe verschickt, Im Irak haben sie den Widerstand gegen die USA organisiert, im Iran sind sie ebenfalls aktiv und in Afghanistan organisieren sie den Opiumhandel. Vor Somalia sind sie als Piraten aktiv und im Gazastreifen besorgen sie die Waffen.Viele Länder, einschliesslich Deutschland hat El Kaida inzwischen derart unterwandert, dass alles rundum überwacht werden muss. Diese haüfig völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen werden vielfach wiederholt. Als Schlagzeilen, Aufmacher und Kurzmeldungen haben sie sich in das Bewusstsein weiter Teile der Bevölkerung eingegraben.

Der Artikel zum Beispiel, auf den sich Ulfkotte in seinem Artikel bezieht wurde im September 2008 in der australischen Zeitung The Age veröffentlicht, Ursprünglich war der Artikel im Januar 2008 in der US-Wochenzeitung World Tribune erschienen, die ihn wiederum von einer Webseite namens Geostrategic.com übernommen hatte. Leitender Redakteur dieser Webseite ist Bill Gertz, zugleich auch Berater von World Tribune und Mitarbeiter bei der "Washington Times", deren Besitzer Murdock von FOX News und die Moon Sekte sind. Der Gründer der Moon-Sekte propagiert ein theokratisches Staatsmodell mit einer "heiligen Elite" aufgebaut nach Führerprinzip und unterhält ein weitverzweigtes Machtimperium aus Unternehmen, Hochschulen, und Organisationen.

In dem Artikel wird behauptet, Australien sei als Ziel für den "Waldbrand Jihad" ausgesucht worden und dass "US-Geheimdienst Kanäle von entsprechenden Postings auf einer Webseite berichtet hätten. Muslime seien dazu aufgerufen worden in Australien, Europa und Russland Waldbrände zu legen. Würden in Folge Bekenntnisse für diese Terror-Brandkatastrophen übernommen, könnte dies immense Ängste in den westlichen Gesellschaften auslösen.

Die Zeitung "World Tribune" auf dessen Artikel sich Ulfkotte bezieht berichtete kürzlich auch darüber, dass El Kaida in einer Stellungnahme in der Vergangenheit Verantwortung für einige folgenschwere Ausfälle in der Stromversorgung übernommen habe.

Bereits im Juli 2003 verbreitete FOX News in den USA Verschwörungstheorien im Zusammenhang mit Grossbränden.. Man berichtete von hunderten angeblichen Hinweisen auf Pläne von El Kaida Zellen, denen zufolge mit systematischen Brandstiftungen in den USA zu rechnen sei, gewissermassen als neue Form des Jihad. Vier Jahre später, im Oktober 2007, während desaströser Feuer im Westen der USA wurden die alten Ängste erneut angefacht. Ein Bericht über die Anschuldigungen, die sich objektiv als Gerüchte herausstellten hier auf Rawstory LINK

Historische Beispiele für diese Art von Gerüchtenküche und Anschuldigungen gibt es genug:

Zum Beispiel wurden 1923 in Yokohama, Japan nach schrecklichen Bränden infolge eines starken Erdbebens hunderte von Koreanern umgebracht, nachdem Gerüchte in Umlauf gesetzt wurden, die Koreaner seien die Brandstifter. Dies war Teil einer Kampagne gegen die in Japan lebenden Koreaner, deren Mutterland bereits seit 1910 von Japan annektiert wurde. Während des Zweiten Weltkriegs wurden hunderttausende Koreaner zur Übersiedlung nach Japan gezwungen. Unter den Opfern der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki war dann auch schätzungsweise jeder zehnte ein koreanischer Zwangsarbeiter.

Es gibt auch Vorfälle wo Juden als Brandstifter beschuldigt wurden. In Minsk, Weißrußland wurden im Sommer 1941 fast 100 männliche Juden von Sonderkommandos der deutschen Einsatzgruppen als angebliche Brandstifter erschossen.
Juden wurden darüberhinaus in der Geschichte oft zu Sündenböcken für Epidemien und Seuchen gemacht, wie zum Beispiel bei den Pest-Epidemien im 14. Jahrhundert Lange zuvor entwickelte sich die Darstellung von Juden als „Brunnenvergifter“, weil die Juden in ihren Ghettos großteils von Seuchen verschont blieben. Die Vorwürfe der Brunnenvergiftung lösten europaweit Pogrome aus.

Der Reichstagsbrand wurde 1933 den Kommunisten in die Schuhe geschoben worden, um damit den anschließenden den Naziterror gegen die Linke zu rechtfertigen. Und genau dieser Reichstagsbrand verdeutlicht auch, dass der propagandistische Umgang mit derartigen Ereignissen, die bestimmten Gruppen angelastet werden, nicht unterschätzt werden darf.

Der 11. September 2001, die Anschläge auf das World Trade Center in New York 1993 und die zahlreichen Terroranschläge in Europa seit den 80er Jahren werden inzwischen von namhaften Persönlichkeiten und Historikern als Ereignisse eingeordnet, bei denen die offiziellen und in den Medien weitverbreiteten Schuldzuweisungen bestimmte Gruppen stigmatisierten sollten um in Folge eine gegen sie genehme Politik rechtfertigen zu können.

In den 80er Jahren gab es in Italien eine lange Serie von Bombenanschlägen, Entführungen und anderen politisch motivierten Gewalttaten Damals handelte es sich bei den von den Medien Vorverurteilten vorwiegend um Linke, welche vom Establishment als mit allen Mitteln zu bekämpfende Feinde angesehen wurden. Inzwischen gilt es als nachgewiesen, dass viele der mörderischen Terroranschläge in Italien tatsächlich von den Geheimdiensten gesteuert wurden. Rechte Strukturen, die bewusst oder auch unwissend mit diesen Geheimdiensten zusammenarbeiteten führten die Anschläge aus, die danach in den Medien den Linken zugeschrieben wurden.

Seit den 90er Jahren geriet dann zunehmend der radikale Islam ins Fadenkreuz der Meinungsmacher. Viele Indizien weisen darauf hin, dass auch hier vielfach falsche Spuren gelegt wurden, um eine ganz bestimmte öffentliche Stimmung zu erzeugen. Eine Stimmung, die es überhaupt erst möglich macht muslimische Zivilisten weltweit zu Hunderttausenden zu töten, sie zum Beispiel mit Uranwaffen langfristig zu dezimieren, ohne dass in der westlichen Öffentlichkeit nachhaltiger Widerstand zu erwarten wäre.

Derartige Vorverurteilungen werden verbreitet um Stimmung zu erzeugen. Dies entspricht der sogenannten Strategie der Spannung. Gerade deshalb müssen zum Beispiel Ereignisse wie der 11. September 2001 von unabhängigen Journalisten und Wissenschaftlern untersucht werden, da die Welt in Folge der Anschläge grundlegend verändert wurde. Eine ganze Kette von Indizien macht klar, dass die offizielle Darstellung, die vor allem in den westlichen Medien verbreitet wird nicht stimmen kann. Internationale Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur einschließlich hoher Militärs im Ruhestand haben inzwischen neue Untersuchungen gefordert. Ohne die Anschläge am 11. September 2001 wäre ein Artikel wie der von Udo Ulfkotte nicht denkbar.

Aber auch in den australischen Medien sind derartige Töne zu hören. In diesem Artikel ist von Terroristen die Rede, die "innerhalb unserer Nation wirken"
"These people are terrorists within our nation, they are the enemy within and we have to be increasingly vigilant about them when you consider that 20 percent of the fires in South Australia so far this summer have been deliberately lit," Mr Rann told reporters in Adelaide. LINK

Das australische Kriminalinstitut führt dagegen an, dass ungefähr 50% aller Buschwald-Brände vermutlich auf Brandstiftungen zurückzuführen sind.

Auch die folgende Untersuchung über Brandstiftungen im Bundesstaat NSW macht klar, dass Brandstiftung zum einem weitverbreitet ist und darüberhinaus eine täterspeziische Zuordnung sehr schwierig ist. http://www.aic.gov.au/publications/bfab/bfab046.html

In einem Bericht (unten in Originalfassung) werden 1099 mutmassliche Brandstifter und 133 Wald-Brandstifter aufgeführt, die zwischen 2001 und 2006 im Bundesstaat New South Wales (NSW) als Angeklagte vor Gericht standen.
89 % waren männlich und unter 27 Jahre alt, 24 % der Täter waren Aboriginales. Täter unter 17 Jahren waren häufig vorher durch Diebstahl, Drogenmissbrauch, Raub und andere Straftaten auffällig geworden.

Der jüdischer Kulturverein zu Berlin e.V. erkannte vielleicht diese grundsätzlichen Tendenzen, als er im November 2004 folgende Presseerklärung veröffentlichte. (hier in Auszügen)
„Zunehmend scheinen Antisemitismus und Islamophobie zwei Seiten jener Medaille zu sein, in die stereotypes Handeln und neues Unverständnis mit großen Lettern eingraviert sind.
Es gibt keine rational nachvollziehbare Erklärung für die aktuelle Hysterie, die gezielt und ohne Rücksicht auf Verluste gegen Muslima und Muslime aller Länder, Sprachen, kultureller und sozialer Identitäten geschürt wird.
Wer so zündelt, riskiert eine Feuerbrunst. Wir wollen das nicht!
Was treibt Mächtige in der Politik, was veranlasst manche Medien zu einer Kampagne, an deren Ende es nur Verlierer geben wird? Was nährt das Zerrbild vom Nachbarn?
Unübersehbar, und das ist u.E. das Grundübel, benachteiligen soziale Verhältnisse die geduldeten wie hier beheimateten Mitglieder der muslimischen Gemeinschaften und jene, die von Außenstehenden dafür gehalten werden. Dumpf und zerstörerisch wird eine Islam-Feindschaft hoffähig geredet und der Irrweg in einen Anti-Islamismus geebnet.
Wir erinnern daran, wann und wie aus religiöser oder ökonomischer Judenfeindschaft mörderischer Antisemitismus geworden ist. Das macht uns misstrauisch gegen jede selbstgefällige Polemik, die den Islam und mit ihm die gesamte muslimische Gemeinschaft zur verdeckt sprudelnden Quelle jenes brutalen extremistischen Terrors erklärt, der gerade auch gegen unser Volk gerichtet ist. Gegen diesen haben wir uns auch mit Muslimen verbündet.“


Diese Äußerungen des Berliner jüdischen Kulturvereins entsprechen dem grundlegenden Bestreben nach Frieden und Toleranz. www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Rassismus/islamophobie.html

Die Titel einger weiterer Artikel von Udo Ulfkotte sprechen für sich selbst:

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