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Rosenrevolution in Japan

Mit einem erdrutschartigen Wahlsieg gelang es der Demokratischen Partei Japans (DJP) am Sonntag die politischen Verhältnisse auf den Kopf zu stellen und die über 60 Jahre währende Herrschaft der Liberalen Demokratischen Partei (LDP) zu brechen. Im Parlament wird die DJP über 308 der insgesamt 480 Sitze verfügen.

Darüberhinaus werden einige kleinere Parteien mit der DJP koalieren und unterstützen in wesentlichen Punkten deren Programm. Die ehemalige Regierungspartei  LDP wird in Zukunft nur noch 119 Parlamentsplätze besetzen können.

Während in der westlichen Presse das Wahlergebnis gemeinhin insofern heruntergespielt wird, indem man argumentiert, daß die im Wahlkampf gegebenen Versprechen nicht einzuhalten seien, ist die Hoffnung in Japan ungeschmälert. Vor allem die junge Generation glaubt an einen möglichen und grundsätzlichen Wandel.

Themen der Arbeitsmarktpolitik spielten im Wahlkampf eine große Rolle, denn die Arbeitslosigkeit hat in Japan einen Rekord erreicht: Im Juli waren 3,59 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet, das sind 5,7 Prozent der Erwerbstätigen.

Weitere wichtige Wahlkampfthemen waren die Gesundheitsvorsorge und der Umgang mit der Überalterung der Gesellschaft. Die DJP versprach eine Erhöhung des Kindergeldes und andere Maßnahmen um junge Familien unterstützen.

Wesentliche Kursänderungen kündigte die Partei im Falle eines Wahlsieges in der Außenpolitik an. Das Verhältnis zu China, Korea und ganz Asien soll in Zukunft von einer Atmosphäre der Gleichberechtigung geprägt sein. Auf gleicher Augenhöhe sollen Probleme angegangen werden und gelöst werden. In diesem Zusammenhang ist auch die Position der DJP zu den historischen Tatsachen des 2. Weltkriegs zu sehen, die von der herschenden LPD niemals vollends akzeptiert wurden.

Die Demokratische Partei hatte in der Vergangenheit die Unterstützung der japanischen Regierung für die US-Militäroperationen in Afghanistan immer wieder grundsätzlich in Frage gestellt. Es wurde argumentiert, der Krieg in Afghanistan würde im Wesentlichen gegen die afghanische Bevölkerung geführt und es sei an der Zeit für die japanische Regierung, jegliche Unterstützung für diesen Krieg einzustellen. Die Partei plädiert stattdessen für eine massive Entwicklungshilfepolitik und ein Ende der militärischen Besatzung..

Die Debatte um die Revision des Friedensartikels (Artikel 9 der Japanischen Verfassung) wurde ein außerordentlich wichtiger und zentraler Bestandteil des Wahlkampfes. Die Demokratische Partei (DJP) trat den Bemühungen konservativer Kräfte entgegen, die japanische Verfassung so zu verändern, dass Japan zu einer „normalen“ Nation wird, d.h. mit einem Militär ausgestattet wäre, das diesen Namen auch offiziell trägt und von daher auch keinerlei Einschränkungen mehr unterläge. Damit wäre Japans pazifistische Tradition, die seit 1945 besteht, beendet worden.

Der DJP-Abgeordnete Yukihisa Fujita war vor den Wahlen Mitglied und zuvor Vorsitzender des Komitees für Außenpolitik und Verteidigung. In dieser Funktion hinterfragte er 2008 und 2009 wiederholt die offizielle Version des 11. September in Reden und Anhörungen im Parlament. Als Hauptbegründung für den "Krieg gegen den Terror" und den Krieg in Afghanistan dient der 11. September 2001. Genau deshalb müssen nach Ansicht von Fujita und anderen Vertretern seiner Partei die Umstände dieser Terroranschläge erneut vorbehaltlos untersucht werden.

Fujita befragte Premierminister Fukuda und Verteidigungsminister Ishiba, wie die japanische Regierung hinsichtlich der Täterschaft der Anschläge des 11.September informiert wurde und präsentierte zahlreiche Dokumente und Fotos zum Pentagon und WTC-Komplex, die den Verdacht nahelegen, die US-Regierung verschweige wichtige Fakten. Fujita präsentierte außerdem zahlreiche Aussagen von Militärs und Fachleuten aus den USA, die sich zum 11. September geäussert haben.

Anfang 2009 veröffentlichte Yukihisa Fujita er ein Buch mit dem Titel : "Questioning 9/11 in Japan's Parliament - Can Obama Change the USA?" oder " Infragestellung des 11. September vor dem Japanischen Parlament - Kann Obama die USA verändern?"
Bei einem formellen Empfang zum Anlass der Veröffentlichung des neuen Buches, organisiert von einem "Bündnis zur Unterstützung von Yukihisa Fujita" wurden Grußadressen vorgetragen vom Herausgeber der englischsprachigen Tageszeitung "Japan Times, mehreren Vorstandsvorsitzenden großer japanischer Firmen und mehreren Vertretern und Spitzenpolitikern der Demokratischen Partei Japans. Die Grußadresse des jetzigen Wahlsiegers und Vorsitzenden der DJP, Yukio Hatoyama wurde als Video auf der Veranstaltung eingespielt.

Im März dieses Jahres hatte der DJP-Abgeordnete Yukihisa Fujita drüberhinaus eine internationale Petition initiert, unterzeichnet von bislang 55 internationalen Politikern, die von US-Präsident eine neue unabhängige internatioanle Untersuchung des 11. September fordern.

Der DJP-Abgeordnete Yukihisa Fujita wird in einem Wall Street Journal Artikel vom 26. August so zitiert: "Dennoch sind die Beziehungen zu den USA und mit asiatischen und europäischen Nationen von allergrößter Bedeutung und wir sind der Meinung, daß wir in dieser Hinsicht eine Balance herstellen müßen"
http://online.wsj.com/article/SB125131076536461241.html

In einem Artikel in der New York Times vom 26. August schreibt der jetzige Wahlsieger Yukio Hatoyama unter anderem folgende denkwürdigen Sätze: "In diesen Zeiten müßen wir zurückkehren zur Idee von Brüderlichkeit — wie in dem französischem Ausspruch “liberté, égalité, fraternité” "

"Die derzeitige Wirtschaftskrise resultiert aus einer Denkart, die auf der Idee des Stils der amerikanischen Wirtschaft des freien Marktes basiert und eine universielle und wirtschaftliche Ordnung propagiert, in der alle Länder ihre Traditionen und Regeln im Sinne eines globalen (oder amerikanischen) Standarts verändern sollen."

"Die Globalisierung ist vorangeschritten ohne Rücksicht auf nicht-wirtschaftliche Werte, ohne Rücksicht auf die Umwelt oder Rücksicht auf Probleme der Beschränkung von Resourcen."

"Ich glaube, es ist keine Übertreibung zu sagen, daß die globale Wirtschaft traditionellen wirtschaftlichen Aktivitäten geschadet hat und lokale Gemeinschaften zerstört hat."

"Unter dem Prinzip der Brüderlichkeit würden wir nicht eine Politik betreiben, die Bereiche mit Bedeutung für menschliches Leben und menschliche Sicherheit - wie die Landwirtschaft, die Umwelt und die Medizin - der Gnade der Globalisierung ausliefert."

Sicher darf von der DPJ in den ersten Monaten nicht zu viel erwartet werden, der massive Stimmungsumschwung in der japanischen Bevölkerung und der starke Wille festgefahrene Wege zu verlassen ist jedoch unverkennbar.

http://911petitions.org/deutsch.htm#politicians

http://www.911petitions.org/fude.htm

http://www.youtube.com/watch?v=lCOEBUrAjCs

http://www.youtube.com/watch?v=pT6hNcXuQKU

http://video.google.de/videoplay?docid=4690090342656142219&ei=pOObSp3POdTM-AbmjNyECg&q=fujita+11.+september

http://www.911video.de/news/261008/

http://www.hintergrund.de/20090317364/hintergrund/11.-september-und-die-folgen/9/11-untersuchung-die-zweifel-wachsen-weltweit.html

http://www.ceiberweiber.at/index.php?type=review&area=1&p=articles&id=1157

http://online.wsj.com/article/SB125131076536461241.html


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