Ein weiteres Fallbeispiel ist der
Holocaustleugner Zündel. Dessen Anhänger bewundern seinen Mut,
weil er seine Webseite jahrelang mit einer initialisierten
Naziflagge schmückte, dafür wie er in seinen frühen Jahren
neuschwabenländische Nazi-Stützpunkte im antarktischen Eis zu
beschreiben wagte, um schließlich jetzt im reiferen Alter der
ultimative Widerstandskämpfer gegen die Wahrheit zu werden,
indem er den Holocaust massiv zu leugnen begann. Zündels
Anhänger lassen sich ebenfalls gern und häufig auf 9/11
Kundgebungen fotografieren, wie erst kürzlich wieder vor der
deutschen Botschaft in Washington, dort protestieren sie für die
Freilassung des inzwischen wegen Holocaust-Leugnung verurteilten
Zündel und präsentieren gleichzeitig große Schilder mit
Forderungen nach neuen Untersuchungen des 11. September.
In den USA werden auch immer wieder Konferenzen zu 9/11 Themen im
Umfeld dieser rechtsradikalen Gruppen organisiert, auf die man
gegen gute Gagen bedeutende Leute aus der 9/11 Szene einzuladen
versucht, um zu irgendeinem späteren Zeitpunkt deren Teilnahme
an den Veranstaltungen medial gegen sie einzusetzen.
Ein Beispiel ist eine Konferenz zum 11. September in Arizona,
USA, die im Februar 2006 stattfand. Ein gewisser Eric.D.William
gab unmittelbar vor Beginn der Konferenz, zu der auch die
Filmemacher von Loose Change eingeladen waren, ein Buch "Das
Rätsel von Ausschwitz" heraus, in dem er den Holocaust
leugnet.
Glücklicherweise wurde dies noch vor Beginn der Konferenz
bekannt und die Macher von Loose Change veröffentlichten
daraufhin eine Presseerklärung, in der sie ihre Teilnahme an der
Konferenz zurückzogen. Sie nahmen Bezug auf das Buch von
Williams und distanzierten sich ausdrücklich von jeder Art der
Holocaustleugnung.
In den USA sind etliche dieser Provokateure innerhalb der
dortigen 9/11-Szene verankert. Hier haben sich ein gewisser Eric
Hufschmid und Christopher Bollyn ganz besonders hervorgetan.
Hufschmid veröffentlichte sehr früh ein aufwendig gestaltetes
Buch zum 11.September, gleichzeitig wurde sein Dokumentarfilm
produziert.
Bollyn brachte ebenfalls frühzeitig neue Erkenntnisse auf den
Markt. Obwohl beide im vergangenen Jahr stark diskreditiert
wurden, haben sie der 9/11 Bewegung großen Schaden zugefügt und
ihre Namen sind leider immer noch in zahlreichen Internetlinks,
auf DVDs und in diversen Buchempfehlungen zu finden. Bollyn
verfügt über beste Verbindungen zur Holocaustleugner-Szene.
Im Frühsommer dieses Jahres versuchte der US-Nachrichtensender
CNN in einer Sendung von Paula Zahn die 9/11 Bewegung zu
diskreditieren, indem sie ein Interview mit Christopher Bollyn
machte, obwohl sich zu diesem Zeitpunkt bereits kaum noch jemand
innerhalb der 9/11 Bewegung von ihm repräsentiert fühlte.
Christopher Bollyn und der Pressedienst AFP (American Free Press)
für den er bis vor kurzen schrieb, sind in ihrer Funktion
durchaus mit der National Zeitung Gerhard Freys hierzulande zu
vergleichen.
Zwar kann man auf der Webseite von AFP-Bollyn Vergleiche von Bush
mit Hitler nachlesen und der 11. September wird vordergründig
als mit dem Reichstagsbrand vergleichbar dargestellt, wenn man
jedoch die weiterführenden Links auf der Webseite studiert,
findet man immer wieder den Weg zu mehr oder weniger offenen
Holocaustleugnung. Interviews mit ehemaligen SS-Generälen neben
Artikeln über Überlegungen, Hitler posthum den
Friedensnobelpreis zu verleihen. Mit anderen Worten, die
Geschichte wird auf den Kopf gestellt, um eine gesellschaftliche
Bewegung, die den 11. September genau untersucht haben will, weil
sie in ihm das Instrument erkennt um Krieg zu rechtfertigen, wird
mit krankhaften gesellschaftlichen Elementen in Verbindung
gebracht, um die Bewegung damit zu diskreditieren.
Wo Christopher Bollyn in eigenen Artikeln noch keinen offenen
Antisemitismus erkennen lässt, sondern sich immer wieder zu
Antizionismus bekennt, produziert sein persönlicher Freund Eric
Hufschmid deutlichere Textpassagen. Er beschreibt Juden ganz
offen heraus als Kakerlaken, die selbst von toten Artgenossen
zehren und darüber hinaus spricht er Beschreibungen des
Holocaust rigoros jegliche Authentizität ab und beschreibt
Biographien, Filme etc. durchweg als Versuche menschliches Elend
zu instrumentalisieren.
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